Die Hypnosetherapie
hat als therapeutisches Verfahren eine lange Tradition. Seit Jahrtausenden werden Sitzungen in Trance oder Hypnose zur Heilung eingesetzt und erfahren in jüngerer Zeit eine Renaissance.
Früher eher als mystisch angesehen, hat die Hypnose heute einen therapeutischen Stellenwert erreicht und ist mittlerweile als erfolgreiche Behandlungsmethode etabliert. Die Wirksamkeit von Suggestionen ist in vielen Studien nachgewiesen. Hypnose wird unterstützend in der Psychotherapie eingesetzt, aber auch zur Schmerzreduktion z. B. bei einer Zahnbehandlung. Einige Kliniken ersetzen Narkosemittel bei operativen Eingriffen sehr erfolgreich durch Hypnose, da Operationserfolg und Heilung nicht durch Belastungen der Anästhesie eingeschränkt werden.
Was versteht man unter Hypnose?
Unter Hypnose (griech. hypnos = Schlaf) versteht man eine Methode, um in einen Trance-Zustand zu gelangen. Trance ist ein wohltuender Zustand, der die Aufmerksamkeit des Unterbewusstseins und die Kooperation von geistig-seelischen und körperlichen Prozessen erhöht. Dieser Zustand ermöglicht ein zielorientiertes Lernen und Kontakt zu unbewussten, physiologischen Selbstheilungsprozessen.
Bei der Hypnose sind messbare Reaktionen des Körpers zu spüren wie z. B. Sinken von Blutdruck, Puls und Atmungsfrequenz sowie eine Reduktion der Ausschüttung des Stresshormones Cortisol. Derzeit untersuchen Forscher auch den Zusammenhang von Psyche und Immunsystem. Erste Ergebnisse belegen, dass die Hypnose positive Reaktionen des Immunsystems auslöst.
Was ist Hypnose nicht?
Hypnose ist kein Zustand um eine Person willens- oder handlungsunfähig zu machen. Die häufige Angst der Patienten, Dinge zu tun oder zu sagen, die sie sonst niemals tun oder sagen würden, ist unbegründet. Die medizinische Hypnose möchte dem Patienten lediglich helfen, selbst gesteckte Ziele oder Wünsche zu erreichen.
Häufig begründen sich solche Ängste aus dem Eindruck, den Patienten über Kinofilme oder sogar Showhypnose-Vorstellungen erlangt haben. Menschen, die unter Hypnose Zitronen als Süßigkeiten wahrnehmen oder andere skurile Dinge machen. Medizinische Hypnose hat keine Paralellen zur Showhypnose. Diese dient lediglich dazu, Menschen zu unterhalten.
So ist es ebenfalls unmöglich, einem Patienten "Befehle" zu geben, wie z. B. einen Ladendiebstahl zu begehen o. ä., da dies seinem
Wie fühlt sich Hypnose an?
Die häufigste Frage zu Beginn einer Behandlung:- absolute Entspannung
- nicht Schlafen - aber ähnlich, wie Träumen
- absolutes Wohlgefühl
- man kann jederzeit unterbrechen, wenn man möchte
- Beschreibung eines 11jährigen Patienten: "total cool - wann kann ich wieder kommen?"
Bei welchen Beschwerden kann die Hypnose eingesetzt werden?
- Zur Veränderung von Verhaltensmuster wie z. B. Raucherentwöhung, Übergwicht
- Nervöse Beschweren wie z. B. nervöser Magen, nervöse Herzbeschwerden
- Kopfschmerzen, Verspannungen
- Migräne
- Prüfungsangst, Flugangst und andere Phobien
- Konzentrationsstörungen, ADS
- Stress, Burn out
- Nächtliches Einnässen
- Schlafstörungen
- Konzentrationsstörungen
Geschichtliches
Bereits 1500 v. Chr. wurde die Hypnose bei den alten Ägyptern und bei den Hindus (im alten Papyrus Eber) erwähnt. Sie wurde in Tempeln entlang des Nils angewandt. Zur damaligen Zeit galt Hypnose als übermenschliche Kraft.
Bei allen alten Kulturen fand man Hinweise auf hypnoseartige Rituale, die regelmäßig durchgeführt wurden.
Im Mittelalter wurde die Hypnose von Paracelsus (Mediziner und Naturheilkundler) zur Behandlung von Nervenkrankheiten eingesetzt. Charcot, französischer Psychiater wurde berühmt dadurch, dass er hysterische Anfälle unter Hypnose demonstrierte. Er war davon überzeugt, dass nur hysterische Menschen in einen Trancezustand gelangen könnten. Auch Siegmund Freud (19. Jhd.), ein Schüler Charcots befasste sich mit der Hypnose.
Um 1950 nahm die Bedeutung der Hypnose wieder zu. Der amerikanische M. Erickson wurde als Vater der modernen Hypnosetherapie weltweit bekannt. Er trug auch maßgeblich zur Anerkennung der Hypnotherapie als Therapieform bei und ist bis heute Vorbild für viele Hypnotherapeuten.
Wie sieht eine Hypnose-Sitzung aus?
In einem Vorgespräch (ca. 30 bis 60 Minuten) werden Ihre momentanen Beschwerden sowie bisherige Erkrankungen und Therpien erörtert. Aufgrund dieses Vorgesprächs kann ich mir ein Bild von Ihnen machen und dann gezielt die Hypnose vorbereiten.Zur Hypnose-Sitzung kommen Sie dann einige Tage später. Sie sollten am Tag der Hypnose nur morgens Kaffee/Cola trinken, da zuviel Koffein eine Entspannung erschwert. Während der Sitzung sind Sie entspannt, schlafen aber nicht.
Nach der Hypnose fühlen Sie sich frisch und ausgeruht und können Autofahren oder zum Sport gehen.
Wieviele Sitzungen Sie benötigen, hängt von Ihrem Krankheitsbild ab.
Meine Ausbildung
Ich habe in verschiedenen Ausbildungsmodulen des Thermedius-Institutes eine umfangreiche Ausbildung absolviert. In zahlreichen Übungs-Hypnosen werden dabei auch praktische Erfahrungen gesammelt. Die Ausbildung ist medizinisch orientiert und gehört derzeit zu den professionellsten in Deutschland. In der Praxis wende ich die Hypnose/Hypnosetherapie seit Anfang des Jahres sehr erfolgreich ein.Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt mittels GebüH. Wenn Sie privat krankenversichert sind, oder eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben, ist eine Erstattung möglich. Bitte fragen Sie dazu bei Ihrer Versicherung nach. Gesetzliche Kassen erstatten die Hypnose leider nicht.Die Kosten einer Sitzung belaufen sich auf 69,00 €.